Melanie Greiner-Bär vollendet ihr Praktisches Jahr

Es war ein Tertial unter besonderen Bedingungen: Melanie Greiner-Bär, Medizinstudierende aus Leipzig, hat in diesen Tagen ihren Einsatz in der Praxis am Park erfolgreich abgeschlossen. Medizinstudierende in Deutschland verbringen das letzte Jahr ihres Studiums in der direkten Krankenversorgung. Ein Abschnitt von vier Monaten (das sog. Tertial) wird in der Inneren Medizin absolviert, ein weiterer in der Chirurgie. Beide Abschnitte hatte Melanie Greiner-Bär bereits absolviert. Für das dritte Tertial dürfen die Medizinstudierenden unter allen verbleibenen Fächern der Medizin wählen – darunter die Allgemeinmedizin.

Melanie Greiner-Bär hatte die hausärztliche Versorgung gewählt und sich dafür schon im vergangenen Jahr in der Praxis an der Parkstraße beworben. Als akademische Lehrpraxis ist diese berechtigt, auch Studierende im sog. Praktischen Jahr auszubilden. Trotz der Entfernung von der Heimatstadt hatte Melanie Greiner-Bär ihre Ausbildung hier am 29. Juni begonnen – das Ausbildungskonzept, dass eine enge Einbindung in die Sprechstunde und eine schrittweise und begleitete Verselbstständigung im Arbeiten vorsieht, hatte die 31jährige überzeugt.

Lehrarzt Markus Wedemeyer zeigte sich vom Engagement der Studierenden beeindruckt: „Die Pandemie behindert die Ausbildung der Studierenden“, so Wedemeyer. „Dennoch hat Melanie Greiner-Bär sicher viel für sich mitgenommen und auch vor herausfordernden Patientenkontakten nicht zurückgeschreckt.“ Bereits in wenigen Wochen wird sie – nach etwas Resturlaub, der Ihr noch zusteht – nun ihr mündliches Abschlussexamen ablegen und kann dann als Ärztin arbeiten.