Melanie Greiner-Bär ist für ihr PJ in der Praxis am Park

Im sechsten und letzten Jahr des Medizinstudiums verbringen die Studierenden der Medizin ihre komplette Zeit am Patienten und gewinnen Erfahrung in der Anwendung des Wissens und der Fertigkeiten, die sie in den Jahren davor erworben haben. Fünf Jahr theoretischen Studiums und diverse Praktika sind dem sog. Praktischen Jahr (kurz: PJ) voraus gegangen.

Im PJ müssen die Studierenden vier Monate Innere Medizin, vier Monate Chirurgie und vier Monate in einem Fach ihrer Wahl ableisten – zum Beispiel in der Allgemeinmedizin. Diese Wahl hat auch Melanie Greiner-Bär getroffen, die an der Universität Leipzig studiert. Seit dem 29. Juni ist die 31jährige Studentin in der Praxis tätig.

„Studierende im PJ arbeiten bereits sehr eng an den Patienten“, berichtet Dr. med. Rolf Schillert. Melanie Greiner-Bär hat die anderen Abschnitte bereits absolviert und wird nach ihrem Einsatz in Bremerhaven zum abschließenden Examen antreten, nach dem sie als Ärztin tätig werden kann. „Sie ist also fast fertig“, so Schillert.

PJler können mit ihrer erfolgten Ausbildung bereits viele Zusammenhänge erkennen und Vorschläge zur Diagnostik und Therapie machen, die sie im Patientengespräch auch erläutern können. Ihre studentische Sprechstunde wird dabei von den Fachärzten der Praxis begleitet und supervidiert. „Die PJler brauchen Patientenkontakte, um ihr Kenntnisse auszubauen“, erläutert Markus Wedemeyer. „Nur so entsteht Routine und praktische Erfahrung auch jenseits der Lehrbuch-Fälle.“

Das Praktische Jahr in der Allgemeinmedizin kann nur in sog. akademischen Lehrpraxen absolviert werden. Die Praxis am Park ist als eine solche durch die Universität Oldenburg akkreditiert und berechtigt, Studierende in dieser hohen Ausbildungsstufe zu qualifizieren. „Wir freuen uns, wenn unsere Patienten an der Ausbildung von Frau Greiner-Bär mitwirken“, betont Dr. med. Axel Budahn.

Wenn gewünscht, können Patientinnen und Patienten an der Anmeldung angeben, wenn sie ohne Mitwirkung der Studierenden behandelt werden möchten. Frau Greiner-Bär bleibt bis Mitte Oktober in der Praxis.