Impfung gegen Gürtelrose ist jetzt Kassenleistung

Zum 01. Mai ist der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses in Kraft getreten, mit dem die Impfung gegen das Varizella-Zoster-Virus von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Das Virus löst u.a. die Gürtelrose aus, rund 300.000 Menschen sind in Deutschland jedes Jahr betroffen. Der Ausschuss aus Vertretern von Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern folgt damit der Empfehlung der deutschen Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut.

Alle gesetzlich Versicherten ab einem Alter von 60 Jahren können die Impfung ab sofort zu Lasten ihrer Krankenkasse auch in der Praxis am Park in Anspruch nehmen. Dabei basiert die Altersgrenze auf der Erkenntnis, dass ab dem 60. Lebensjahr schwere Krankheitsverläufe der Gürtelrose zunehmen und die Nervenschmerzen während und nach einer Infektion häufiger auftreten. Jeder 20. hat diese sog. Neuralgien noch Wochen nach Abheilung der eigentlichen Erkrankung.

Menschen, die an besonderen chronischen Erkrankungen oder einer Immunschwäche leiden, können die Impfung bereits ab dem 50. Lebensjahr in Anspruch nehmen. Zu den Erkrankungen, die die Gefährdung einer Erkrankung erhöhen, gehört u.a. die rheumatoide Arthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen sowie Diabetes mellitus.

Zur Immunisierung gehören zwei Impfungen im Abstand von zwei bis maximal sechs Monaten.

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