Screening auf Darmkrebs wird ausgebaut

Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten startet am heutigen Tag das organisierte Darmkrebs-Screening. Zum neu gefassten Vorsorgeprogramm gehört, dass Männer bereits ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung haben, um Krebsvorstufen zu entdecken und zu entfernen.

„Bei allem Aufwand: Die Spiegelung ist dem Test auf verstecktes Blut im Stuhl überlegen“, beschreibt Markus Wedemeyer, Facharzt in der Praxis am Park die Situation. „Denn der Stuhltest schlägt erst an, wenn es bereits blutet. Die Spiegelung kann Polypen frühzeitig entdecken, bevor sie entarten und sich über die Jahre bösartige Geschwüre daraus entwickeln.“

Da Männer ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken, wurde der Einstieg in das Vorsorgeprogramm fünf Jahre vorgezogen. Für Frauen bleibt die Altersgrenze für die Kostenübernahme der Damrspiegelung bei 55 Jahren. Die Wiederholung ist weiterhin 10 Jahre später vorgesehen, wenn sich keine Auffälligkeiten finden.

Darüber hinaus sollen bereits bei allen Versicherten die Information über das Vorsorgeprogramm ab dem 50. Lebensjahr ausgebaut werden. In der Praxis am Park erfolgt dies häufig im Zusammenhang mit anderen Vorsorge-Untersuchungen wie dem Check-Up 35. Zusätzlich werden alle Versicherten zukünftig von ihren Krankenkassen angeschrieben und regelmäßig zur Darmkrebs-Vorsorge eingeladen.