Darmkrebs: Jetzt zur Vorsorge gehen!

Im März erinnern Organisationen und Verbände an die Früherkennung von Darmkrebs. Durch verschiedene Untersuchungen kann Darmkrebs heute frühzeitig erkannt und behandelt werden, bevor er sich ausbreitet. Darauf weißt die Kassenärztliche Bundesvereinigung hin.

„Große Probleme fangen oft winzig an“, zitiert Dr. med. Rolf Schillert den Titel der Patienteninformation und verweist darauf, dass Krebsgeschwüren im Dickdarm häufig ein Polypenwachstum über mehrere Jahre vorausgeht. Wenn es gelingt, hier rechtzeitig einzuschreiten, kann Darmkrebs verhindert werden.

Die Ärzte der Praxis im Park weisen im Rahmen von Gesundheitsuntersuchungen regelmäßig auf die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge hin. Hierzu gehört für Patientinnen und Patienten ab dem 50. Lebensjahr eine jährliche Untersuchung auf nicht sichtbares Blut im Stuhl.

Ab dem 55. Lebensjahr besteht die Möglichkeit der Darmspiegelung zum Finden von sog. Polypen, auch wenn keine Symptome vorliegen. „Die Darmspiegelung ist aufwändiger“, so Markus Wedemeyer, „aber hier können auch Veränderungen der Darmschleimhaut gefunden und gleich behandelt werden, die noch nicht bluten und damit dem Stuhltest verborgen bleiben.“ Für Patienten, die die Spiegelung dennoch nicht wünschen oder nicht durchführen können, steht alternativ alle zwei Jahre eine erneute Untersuchung des Stuhls auf verborgenes Blut zur Verfügung.

Alle genannten Untersuchungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse und den meisten privaten Krankenversicherungen getragen. Die Stuhluntersuchung veranlasst die Praxis am Park selbst, für die Darmspiegelung überweist sie an mitbehandelnde Kollegen.

Währenddessen arbeitet der Gesetzgeber daran, dass Männer zukünftig bereits am dem 50. Lebensjahr Anspruch auf die Darmspiegelung haben, ohne, dass Beschwerden vorliegen. Hintergrund ist, dass Männer häufiger an Darmkrebs erkranken. Mit der abschließenden gesetzlichen Regelung wird noch in diesem Jahr gerechnet.

Weiterhin sollen ab Mitte des Jahres alle anspruchsberechtigten Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen eine Einladung zur Früherkennung von Darmkrebs erhalten. Ein ähnliches Vorgehen bspw. beim Brustkrebs hatte erreicht, dass mehr Menschen das Untersuchungsangebot nutzten. Bei Fragen zu dieser Einladung können sich unsere Patientinnen und Patienten gerne an uns wenden.