HPV-Impfung wird nun auch für Jungen übernommen

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat am 30. November beschlossen, dass die Impfung gegen das Humane Papillomvirus (HPV) ab sofort auch für Jungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Damit folgt der G-BA einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts in Berlin. Dies teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bremen mit.

Die Impfung schützt vor einer Infektion mit HPV, aus denen im langfristigen Verlauf Krebserkrankungen entstehen können. Zur Reduzierung von Gebärmutterhals-Tumoren war die Impfung bereits im Juli 2007 für Mädchen als Kassenleistung eingeführt worden. Nun werden die Kosten auch für Jungen übernommen, die einerseits als Überträger gelten, andererseits selbst vor Krebserkrankungen bspw. am Penis sowie im Mund-Rachen-Raum geschützt werden sollen, die auf das Virus zurück gehen.

Die Immunisierung sollte vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen. Zwischen neun und 14 Jahren reichen zwei, zwischen 15 und 17 Jahren müssen drei Impfungen verabreicht werden. Die Nachholimpfung sollte mit spätestens im Alter von 17 Jahren abgeschlossen sein. Mit der Volljährigkeit endet die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen.

Für unsere Patienten können Termine zur Impfung können ab sofort in der Praxis vereinbart werden.

Photo: Laboratory of Tumor Virus Biology