Markus Wedemeyer für die Ärztekammer Bremen in Erfurt

Wie zufrieden ist der ärztliche Nachwuchs in Deutschland? Um für die berufspolitischen Beratungen Impulse zu bekommen, hatte die Bundesärztekammer junge Mediziner aus ganz Deutschland nach Erfurt eingeladen. Auf dem „Dialogforum junger Ärztinnen und Ärzte“ am Vortag des 118. Deutschen Ärztetages in Erfurt wollte Thür­ingens Kammerpräsidentin Dr. Ellen Lunders­hausen wissen, wo der nächsten Generation „der Schuh drückt“. Die Bremer Ärztekammer hatte dabei u.a. Markus Wedemeyer aus der Praxis am Park für die Teilnahme am 07. Mai nominiert. Begleitet wurde er u.a. von der Präsidentin der Ärztekammer Bremen, Dr. med. Heidrun Gitter (mittig im Bild), und ihrem Stellvertreter Dr. med. Johannes Grundmann (re. im Bild).

Den Auftakt machten dabei Prof. Dr. Jakob Izbicki, chirurgischer Chefarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, und Katharina Thiede, ärztliche Delegierte aus Berlin. Insbesondere Fragen der Familienfreundlichkeit, des Ausgleichs zwischen Beruf und Privatleben und die Belastung der ärztlichen Arbeitszeit mit fachfremden Aufgaben beschräftigte die Diskussion. Aber auch die Frage, wie man in Teilzeit ausreichend Zeit haben kann, um das „chirurgische Handwerk“ sicher zu erlernen, war immer wieder Thema. Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, der die Veranstaltung eröffnet hatte, sagte es deutlich: „Wer operiert eigentlich uns, wenn wir mal älter sind?“

In der Diskussion wurde deutlich: Nicht nur die Work-Life-Balance spielt eine Rolle. Auch müsse in den Krankenhäusern in Deutschland die ärztliche Weiterbildung ein anerkannter Baustein sein, um die Ärztinnen und Ärzte der Zukunft nicht nur auszubilden, sondern auch in der Krankenversorgung zu halten. Mehr­fach wurde diesbezüglich ein Kulturwandel in den Kran­ken­häusern gefordert. Wedemeyer wies in einem Wortbeitrag zudem darauf hin, dass Berufszufriedenheit nicht mit der Facharzt-Prüfung ende. Sich auch im weiteren Berufsleben weiterentwickeln zu können, gehöre ebenso dazu.