Hausarzt-Dichte hat Einfluss auf Patientenzufriedenheit

Die Hausarzt-Dichte in einer Region wirkt sich auf die Zufriedenheit von Patienten aus, wenn diese aus einem Krankenhaus-Aufenthalt nach Hause entlassen werden. Eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung und der Weissen Liste zur Krankenhausqualität in Deutschland brachte diese Erkenntnis hervor. Vor allem bei Entlassung aus internistischen Fachabteilungen eines Krankenhauses steigt die Patientenzufriedenheit um fünf Prozentpunkte gegenüber schwach besetzten Regionen an, wenn die Region eine Hausarztdichte von 75 oder mehr Hausärzten pro 100.000 Einwohnern hat. In Bremerhaven legt der Bedarfsplan rund 62 Häusärzte pro 100.000 Einwohner fest, aktuell wird die Quote aber mangels Ärzten nicht erreicht (ca. 57 Ärzte pro 100.000 Einwohner, inkl. angestellte Ärzte, lt. Bedarfsplan KV Bremen vom Januar 2018).

Für chirurgische Abteilungen läßt sich ein ähnlicher Effekt – bessere Krankenhausbewertung bei besser ausgebauten ambulanten Strukturen – ebenfalls nachweisen. Für die Bertelsmann-Stiftung ist im Resumee der Studie klar: „Eine bedarfsgerechte, patientenorientierte Krankenhausplanung sollte also immer auch die ambulanten Strukturen berücksichtigen.“ Die sektorübergreifende Strukturverbesserung würde auch den Kliniken helfen: Mit nur 73,9 Prozent Weiterempfehlungsbereitschaft bildet das Bundesland Bremen das Schlusslicht der Studie, gefolgt von Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Spitzenreiter sind Bayern und Sachsen. Die auffallend hohen Differenzen seien nicht „durch Unterschiede in der Bevölkerungsstruktur erklärbar“. Diese verhältnismäßig großen Differenzen sind nicht durch Unterschiede in der Bevölkerungsstruktur erklärbar. Auch der Träger – kommunal, freigemeinnützig oder privat – entscheide nicht über die Beurteilung des Aufenthaltes durch die Patienten. Über 1. Mio. Patientenrückmeldungen flossen in die Studie ein.